HYS075 – heute keine Themen

die neue Podcastfolge:

Hysterika im Gespräch mit Andreas Brandhorst

omni_brandhorstIm Rahmen der bereits hier genannten Blogtour zum neuen Science-Fiction-Roman von Andreas Brandhorst hatte ich die Gelegenheit einige Worte mit dem Autoren zu wechseln.
Dabei ist ein sehr interessantes Interview entstanden, dem Ihr hier oder über die üblichen Podcast-Kanäle folgen könnt:

Im Rahmen dieser Blogtour gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen:
Unter allen, die mir die nachfolgende Frage beantworten und zusenden, verlosen wir ein Exemplar von OMNI.
Hierzu einfach die Antwort an podcast@hysterika.de senden.

Die Gewinnfrage:
“Mit was für einem Projekt schaffte es Andreas Brandhorst ins Profilager (somit der Beginn der hauptberuflichen Schriftstellertätigkeit)?”

Teilnahmebedingungen:
Du bist mindestens 18 Jahre alt oder hast das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten. Hinterlasse in Deiner Mail entweder gleich Deine Adresse oder eine Möglichkeit (E-Mail etc.), um Dich nach dem Gewinnspiel kontaktieren zu können. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Eine Teilnahme am Gewinnspiel ist nur innerhalb von Deutschland, Österreich und Schweiz möglich. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Wir übernehmen keine Haftung für den Verlust des Gewinns auf dem Postweg. Das Gewinnspiel endet am Freitag, den 11.November 2016 um 23:59.
Achtung: Jeder an dieser Tour teilnehmende Blog verlost ein Exemplar dieses Buches. Ihr könnt somit Eure Gewinnchance erhöhen, wenn Ihr auch dort reinschaut. Ein doppelter Gewinn ist jedoch nicht möglich!

HYS073 – Evolutionsgedanken

die neue Podcastfolge:

Blogtour zu OMNI von Andreas Brandhorst

Erneut nimmt Hysterika wieder an einer Blogtour teil.
Abermals handelt es sich dabei um ein außerordentlich interessantes Werk und ich bind ementsprechend froh, hier nicht nur teilnehmen zu dürfen, sondern dabei gar die Gelegenheit habe, ein Interview mit Andreas Brandhorst führen zu dürfen.

Auch diesmal gibt es mit freundlicher Unterstützung des Verlages etwas zu gewinnen. Näheres dazu hier im Laufe der Blogtour.

Der Ablauf:

02.11. Einstimmung auf das Buch bei Teilzeithelden.
03.11. Piranhapudel bringt uns Cassandra, dem intelligenten System des Schiffes, näher
04.11. Das Motiv der Apokalypse wird auf Schreibtrieb näher gebracht.
05.11. Literaturschock berichtet von der Lesung auf der Open Stage der Frankfurter Buchmesse
06.11. Hier bei Hysterika findet ihr dann einen Podcast, in dem es ein sehr interessantes, abwechslungsreiches und sympathisches Interview mit Andreas Brandhorst zu hören gibt.

blogtour-omni-brandhorst

Andreas Brandhorst: Omni

omni_brandhorst© Piper Verlag GmbH, München/Berlin 2016
ISBN 978-3-492-70359-8
ca. 560 Seiten

COVER:

Aurelius, vor zehntausend Jahren auf der legendären Erde geboren, ist einer von nur sechs Menschen, die Zugang zu Omni haben, einem Zusammenschluss von Superzivilisationen, der die Macht über die Milchstraße innehat. Nun erhält Aurelius seinen letzten Auftrag: Er soll verhindern, dass ein rätselhaftes Artefakt an Bord des im Hyperraum gestrandeten Raumschiffs Kuritania in falsche Hände gerät. Eine einflussreiche Schattenorganisation ist dem Wrack bereits auf der Spur. Der Agent Forrester und seine Tochter Zinnober sollen den Fund bergen und Aurelius entführen – denn mit seiner Hilfe könnte das Artefakt wieder aktiviert werden. Doch die Mission gerät außer Kontrolle – und Aurelius, Forrester und Zinnober finden sich in einem undurchsichtigen Spiel wieder, das die Zukunft der ganzen Menschheit bedroht …

REZENSION:

Vor einiger Zeit begann in mir ein kleines Pflänzchen zu wachsen: Der zarte Wille, sich ein wenig verstärkt dem Science-Fiction-Genre zuzuwenden. Natürlich sollten die Bücher dann unbedingt entweder absolute Klassiker sein oder anspruchsvoll genug, um mich als Leser uneingeschränkt mitnehmen zu können.
Bei meiner Recherche stieß ich dabei auf eine Vielzahl namhafter Autoren – vor allem aus den Staaten und Großbritannien. Es tauchte aber auch jedesmal ein deutscher Name auf: Andreas Brandhorst.
Dies allein fand ich schon außerordentlich interessant, widmete mich aber dennoch erst einmal anderen Werken längst vergangener Zeiten.
Durch eine Blogtour gab es eines Tages für mich die Gelegenheit, „Das Schiff“ von eben diesem Herrn Brandhorst zu lesen und wie man der dazu gehörigen Rezension von mir entnehmen kann, konnte mich dieses Werk auch überzeugen.
Nach einem gefühlt sehr kurzem Abstand liegt nun mit „Omni“ ein neues Werk von Andreas Brandhorst vor, welchem ich mich selbstverständlich gerne widmen wollte.
Ehrlich gesagt hatte ich keine großen Erwartungen in Omni gelegt, da für mich „Das Schiff“ bereits einen Maßstab legte und ich mir einfach nicht vorstellen konnte, dass einem Autoren nach einer so kurzen Zeit wieder etwas Gleichwertiges gelingen sollte.
Erfreulicherweise stellte sich jedoch nach einigen Seiten bereits heraus, dass mit „Omni“ etwas entstanden ist, dass aufgrund seines Plots besser meinen Ansprüchen entspricht, als es „Das Schiff“ zu leisten imstande war. Dies ist natürlich reine Geschmackssache, dennoch halte ich die philosophischen Ansätze und des Autoren Leidenschaft an einem verlängerten Leben unter Anreicherung eines recht spannenden Plots für außerordentlich interessant und durchweg unterhaltend.
Andreas Brandhorst versucht in diesem Werk sehr detailliert in die Tiefe zu gehen und schafft es dennoch, seinen Leser dabei nicht zu verlieren, sondern im Gegenteil definitiv mit zu nehmen auf seine Reise durch das „Omniversum“.
Sicher, manchmal würde man sich die ein oder andere teilnehmende Person etwas stärker gezeichnet dargestellt wünschen – in diesem Falle könnte es aber auch sein, dass die Geschichte Brandhorsts in seiner Fülle dabei zu wuchtig werden würde.
Ich persönlich wurde jedoch beim Schließen des Buches rundum zufrieden zurück gelassen und kann aufgrund des ganz dezenten Cliffhangers nur auf weitere Geschichten innerhalb des „Omniversums“ hoffen. Trotz dieses kleinen Cliffhangers ist Omni ein rundum abgeschlossenes Buch, welches einfach Lust auf mehr macht.
Aus sicherer Quelle weiß ich auch, dass es noch die eine oder andere Reise in diese unendlichen Weiten geben wird.
In meinen Augen jedenfalls ein durchweg zu empfehlender Science-Fiction-Roman wobei ab jetzt natürlich der Anspruch gegenüber weiteren Werken von Andreas Brandhorst wächst.
Jürgen Seibold/30.10.2016
Omni: Roman – KAUFEN BEI AMAZON

Douglas Adams: Das Restaurant am Ende des Universums

adams_restaurantOriginaltitel: The Restaurant at the End oft he Universe
Aus dem Englischen von Benjamin Schwarz
© 1980 by Douglas Adams
© 2009 by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-40781-7

COVER:

Wenn man am Vormittag schon sechs unwahrscheinliche Dinge erlebt und erledigt hat – warum das Ganze dann nicht mit einer Jause im Milliways, dem Restaurant am Ende des Universums, abrunden? Genau das hat die Besatzung des Sternenschiffs »Herz aus Gold« vor. Wäre da nicht der missliche Umstand, zunächst den Vogonen entkommen zu müssen, irgendwie zu vermeiden, zum übelsten Planeten der Galaxie verschleppt zu werden, und einem Raumschiff beizubringen, wie man eine anständige Tasse Tee zubereitet. Und hat überhaupt irgendwer einen Tisch reserviert?

REZENSION:

Nachdem ich durch den ersten Band der fünfteiligen Trilogie mit dem weltberühmten Titel „Per Anhalter durch die Galaxis“ bereits humorvoll unterhalten worden bin und dieser darüber hinaus mit einem Cliffhanger endete, blieb mir nichts anderes übrig, als mich auch dem Restaurant am Ende des Universums zu widmen.
Wie sich dabei herausstellen sollte, steht der zweite Band seinem Vorgänger auch beileibe in nichts nach. Der Ideenreichtum des Autors bleibt ohne Gleichen – gleichzeitig schafft es Douglas Adams seinem Feuerwerk an kuriosen Sätzen des ersten Bandes im zweiten Band noch einiges drauf zu setzen und dabei erfreulicherweise der Geschichte etwas mehr Tiefe zu geben.
Weiterhin hat man ab und an Schwierigkeiten der Sprunghaftigkeit des Autors in seiner Schreibweise zu folgen. Gleichzeitig sind seine Sätze aber durchweg auf eine Art und Weise konstruiert, dass man darüber hinwegsehen kann und einfach schmunzelnd weiterliest. Mir persönlich gefällt der trockene Humor eines Terry Pratchett ein klein wenig besser, nichts desto trotz scheint die Anhalter-Reihe im Bereich des Science-Fiction-Genres ein Alleinstellungsmerkmal inne zu haben. Allein deshalb lohnt sich diese kuriose und über alle grundsätzlichen Genre-Regeln hinweggehende Geschichte zu lohnen. Erneut ist man verblüfft, wie gelassen man über den Untergang ganzer Welten liest und wie trocken die Protagonisten diese jeweils wahrnehmen. Ich hoffe jedenfalls sehr, dass der depressive Roboter noch zu seinem Lebensglück finden wird und werde mich wohl auch dem dritten Band dieser interessanten, zeitumspannenden Universums-Odyssee widmen.
Jürgen Seibold/23.10.2016
Das Restaurant am Ende des Universums: Roman (Per Anhalter durch die Galaxis, Band 2) – KAUFEN BEI AMAZON

Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis

adams_anhalterOriginaltitel: The Hitchhiker’s Guide To The Galaxy
Aus dem Englischen von Karsten Singelmann
© 1979 by Serious Productions Ltd.
© 2009 dieser Ausgabe: by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-40784-8

COVER:

Vor 30 Jahren wurde von einem der größten Verlage Ursa Minors (und der Erde) das bemerkenswerteste Buch, das je veröffentlicht wurde, der Menschheit zugänglich gemacht: Per Anhalter durch die Galaxis.

Für Arthur Dent ist es ein ganz normaler Donnerstag, bis sein Haus von Planierraupen niedergewalzt wird. Kurz darauf wird allerdings auch die gesamte Erde von einem vogonischen Bautrupp plattgemacht, weil sie einer Hyperraum-Umgehungsstraße weichen muss. Aber da hat sich Arthurs bester Freund schon längst als Alien entpuppt, und sie sausen durchs Weltall mit nichts als ihren Badetüchern und einem harmlos wirkenden Buch, auf dem in großen, freundlichen Buchstaben »KEINE PANIK« steht. Und dabei hat das Wochenende gerade erst angefangen…

REZENSION:

Ich bin mir beileibe nicht mehr sicher, wie oft ich in meinem Leben auf dieses Buch aufmerksam gemacht worden bin. Irgendwie hat es aber nie mit dem Lesen geklappt. Stellt sich die Frage, woran das wohl lag, immerhin handelt es sich um ein Buch, dessen Kultstatus bereits sehr früh geklärt war und somit bei nahezu jedem, der nur ein wenig in Richtung Science Fiction geschielt hatte, im Regal stand.
Nun, diesmal habe ich es endlich geschafft – bin aber gleichzeitig auch recht zwiespältig ob des Inhalts. Natürlich handelt es sich um eine Science-Fiction-Parodie, die seinesgleichen sucht. Gleichzeitig strotzt es vor einer Vielzahl an kuriosen Ideen, wie man sie eher selten in parodistischen Werken lesen kann. Man muss aber auch gedanklich loslassen können und sich einfach diesem Kuriositätenkabinett widmen. Schafft man das, gibt es beinahe keinen Satz, bei dem man nicht zum Schmunzeln gezwungen wird. Douglas Adams regt aber nahezu parallel zum Nachdenken an, denn die kuriose Story besitzt eine Vielzahl an irdischen Seitenhieben – geschickt verpackt, aber dennoch vorhanden.
Nach etwa 200 Seiten ist der Spaß urplötzlich zu Ende und ich gebe offen zu, erst einmal darüber nachgedacht zu haben, ob ich mich überhaupt noch dem zweiten Band dieser fünfteiligen Trilogie widmen soll. Nun, im Augenblick lese ich den Nachfolger, da sich mein Gehirn für eine weitere Episode dieser Weltraumodyssee entschieden hat.
Alles in allem ein wahrer Leckerbissen für Freunde der verdrehten und durchweg abstrusen Literatur. Wer auf Realität und gar auf Glaubwürdigkeit wert legt, sollte hier jedoch einfach die Finger davon lassen. Wer gedanklich einfach abdriften und sich mit einer locker erzählten Story unterhalten wissen möchte, kann hier getrost zugreifen.
Jürgen Seibold/17.10.2016
Per Anhalter durch die Galaxis – KAUFEN BEI AMAZON

FG001 – 12 Monkeys

Hier die erste Folge des neuen Podcasts FILMGESCHICHTEN:

Feedback bitte an filmgeschichten@hysterika.de

Stephen King: Mind Control

king_mindOriginaltitel: End Of Watch
© 2016 by Stephen King
© der deutschsprachigen Ausgabe by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-27086-2

COVER:

In Zimmer 217 ist etwas aufgewacht. Etwas Böses. Brady Hartsfield, verantwortlich für das Mercedes-Killer-Massaker mit vielen Toten liegt seit fünf Jahren in einer Klinik für Neurotraumatologie im Wachkoma. Seinen Ärzten zufolge wird er sich nie erholen. Doch hinter all dem Sabbern und In-die-Gegend-Starren ist Brady bei Bewusstsein – und er besitzt tödliche neue Kräfte, mit denen er unvorstellbares Unheil anrichten kann, ohne sein Krankenzimmer je zu verlassen. Ex-Detective Bill Hodges, den wir aus Mr. Mercedes und Finderlohn kennen, kann die Selbstmordepidemie in der Stadt schließlich mit Brady in Verbindung bringen, aber da ist es schon zu spät.

REZENSION:

Ich denke, dieses Buch benötigt sicherlich keine Werbung, denn der Autorenname ist bereits Werbung genug.
Nachdem Stephen King seit nunmehr etwas über 30 Jahren mein absoluter Lieblingsautor ist, bin ich natürlich einerseits euphorisch und andererseits skeptisch, ob er mich erneut problemlos unterhalten kann.
Mit Mind Control liegt nun der letzte Band einer Krimitrilogie des immer noch „Meister des Horrors“ genannten Autors vor. Die Vorgänger mit den Titel Mr. Mercedes und Finderlohn sorgten dafür, dass einer wie ich, der nicht allzu viel von Krimis hält, den Weg in dieses Genre gefunden hat und dabei durch und durch überzeugt worden ist.
Mind Control ist nun der Abschluss, dessen Ende sogleich für Wehmut sorgt und sehr emotional die Trilogie beendet.
Stephen Kings Geschichte ist in diesem Fall ein kleines Anlehnen an den typischen King, denn es kommen – im Gegensatz zu den beiden ersten Bänden – parapsychologische Elemente hinzu. Dies schadet der Story nicht, könnte aber unter Umständen nicht jedermanns Sache sein. Ich glaube aber, dass King-Anhänger damit kein Problem haben.
Wir erleben sämtlich Höhen und Tiefen der Protagonisten und somit ist Mind Control ein gelungener Abschluss einer nicht zu verachtenden Trilogie. Ich persönlich halte Mind Control nicht mehr ganz so stark wie die beiden Bücher davor – nichts desto trotz ist es passend, überzeugend und konnte für einige spannende und unterhaltsame Stunden sorgen.
Alles in allem ein würdiger Abschluss einer, im Ganzen betrachtet, starken Krimitrilogie eines Autoren, der erneut seine Wandlungsfähigkeit bewiesen hat und von dem noch hoffentlich viele weitere Romane erscheinen werden.
Jürgen Seibold/27.09.2016
Mind Control: Roman (Bill-Hodges-Serie, Band 3) – KAUFEN BEI AMAZON

Arthur C. Clarke: Die Stadt und die Sterne

clarke_stadtOriginaltitel: The City And The Stars
Deutsche Übersetzung von Tony Westermayr
© 1956 by Arthur C. Clarke
© 2011 der deutschen Ausgabe und der Übersetzung by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-453-53397-4

COVER:

In ferner Zukunft hat sich das Antlitz der menschlichen Gesellschaft radikal verändert. In Diaspar, der riesigen, durch eine Kuppel hermetisch abgeriegelten letzten Stadt auf der Erde, leben die Menschen tausend Jahre, speichern ihre Erinnerungen und werden danach wiedererweckt. Doch als ein Kind ohne Erinnerungen geboren wird und alles hinterfragt, gerät eine scheinbar perfekte Gesellschaft ins Wanken…

REZENSION:

Wir befinden uns in einer sehr fernen Zukunft. Die Menschheit hat sich in einer riesigen Stadt zurückgezogen. Die Menschen haben eine Lebensspanne, die seinesgleichen sucht: Man lebt nahezu tausend Jahre, um dann erneut mit den gleichen Erinnerungen wiedergeboren zu werden. Gesteuert wird dies alles von hochentwickelten Maschinen, wodurch sich die Menschen einfach ihren Interessen widmen können, ohne jegliche Sorgen zu haben.
Ab und an kommt jedoch ein Mensch auf die Welt, dessen Erinnerungen noch nicht gefüllt sind. Bei diesen Menschen handelt es sich um Kuriositäten, die – wie bei uns üblich – alles erst erlernen müssen.
Clarkes Protagonist Alvin gibt sich jedoch mit den vorhandenen Verhältnissen zufrieden – er ist durch und durch wissbegierig und möchte die Welt außerhalb der Stadtmauern kennen lernen.
Hier beginnt sogleich die Stärke Clarkes, der keine Weltraumschlachten aufbaut, sondern seine Geschichten auf ruhige und tiefgehende Art – beinahe sachlich – zu erzählen weiß.
Arthur C. Clarkes Geschichte spielt in einer fernen Zukunft – nichts desto trotz baut der Autor abermals eine visionäre Metapher zu unserer Gegenwart auf. Er zeigt dabei auf sehr philosophische Art und Weise, wie wichtig ein gesunder Wissensdrang sein kann. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und zeigt uns, dass durch Akzeptanz auch Brücken abgerissen werden können.
Man darf dabei nie vergessen, in welcher Zeit Clarke diese Geschichte bereits geschrieben hat. Dadurch ist man manchmal ein wenig irritiert, da Clarke viele Millionen Jahre in die Zukunft geht, jedoch einige technische Errungenschaften teils stehen geblieben sind. Andere wiederum entwickelte Clarke selbst und somit entsteht eine kleine Diskrepanz, wenn man die Geschichte mit der Sichtweise unseres Jahrhunderts betrachtet.
Dies ist aber kein Vorwurf, denn diese Problematik wird jeder SF-Autor haben, wenn man dessen Geschichte mit einem Abstand von 50 bis 60 Jahren betrachtet.
Ich persönlich glaube aber, dass der Ideenreichtum Clarkes trotzdem außerordentlich war und dies eigentlich nicht der eigentliche Fokus der Story sein sollte. Vielmehr ist es – wie bereits erwähnt – eine wunderschöne Geschichte, deren Moral nichts an seiner Notwendigkeit verloren hat. Schade eigentlich, dass sich in diesem Bereich 60 Jahre später fast nichts entwickelt hat.
Alles in allem ein sehr interessanter, ruhiger und nachdenklich stimmender Plot, der noch nichts an seiner Wirkung zu verloren haben scheint.
Jürgen Seibold/27.09.2016
Die Stadt und die Sterne: Roman – KAUFEN BEI AMAZON

HYS072 – Fotografie – Apple – Filme

die neue Podcastfolge:

Will Hofmann: Lebensnacht

Hofmann_Lebensnacht© 2016 by Fabulus-Verlag, Tanja Höflinger, Fellbach
ISBN 978-3-944788-06-7

COVER:

Menschen sterben weltweit in großer Zahl, ihre Leichname lösen sich in Pfützen auf, nur Knochen und Kleidungsstücke bleiben übrig. Und der Geruch nach Benzin. Der nicht für möglich gehaltene Super-GAU stellt selbst die Auswirkungen der Atombombe in den Schatten und wird Realität: Die Menschheit steht vor dem Aus.
Professor Harry Kauffmann, Träger des Chemie-Nobelpreises und weltweit anerkannte Koryphäe auf seinem Gebiet, versucht mit seinem Team, den Schaden einzudämmen, der ihm bei seinen Experimenten unterlaufen ist. Er wollte Benzin mithilfe genetisch veränderter Bakterien herstellen. Um die tödlichen Folgen seiner Forschungen zu bekämpfen, fehlen aber die adäquaten Mittel. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Wie wird dieser enden?

REZENSION:

Die Idee hat zumindest ihren gewissen Charme: Einfach mit Hilfe von Gentechnik das Problem der Endlichkeit des Öls zu lösen. Sicher, Öl ist nicht gerade ein umweltschonender Kraftstoff – aber lassen wir das hier einfach mal außen vor, denn bei Will Hofmanns Thriller Lebensnacht handelt es sich um einen Wissenschaftsthriller, der mit den Gefahren der als Innovation verpackten Forschungsergebnisse spielt.
Will Hofmann führt sehr geschickt in seine Geschichte ein und lässt dabei die entstehende Problematik noch beiseite beziehungsweise nur langsam auftreten.
Mehr und mehr Menschen sterben und lösen sich auf. Dabei verströmen sie einen starken Benzingeruch. Hierdurch wird sehr schnell klar, dass die neue Technik wohl Auslöser des Ganzen zu sein scheint. Doch warum werden plötzlich Menschen mit dieser viralen Krankheit konfrontiert?
Wie bei einer Apokalypse steigen die gemeldeten Zahlen der Todesfälle ins Unermessliche, handelt es sich doch um eine virale Vorgehensweise der Bakterien.
Harry Kauffmann, anfangs durch seine Entwicklung ein sehr angesehener Nobelpreisträger sieht sich nun konfrontiert mit der Suche nach einer schnellen Lösung und darüber hinaus mit den Gedanken und der öffentlichen Wahrnehmung, hierfür der allein Schuldige zu sein.
Will Hofmann legt einen sehr rasanten Thriller vor, der relativ gut ins Detail geht und dabei auch nicht davor zurückschreckt, einige Todesfälle haarklein zu beschreiben.
Teilweise wirkt die Geschichte ein klein wenig zu sehr konstruiert – dies stört jedoch nicht wirklich, da der Anspruch dieses Romans (neben seiner grundsätzlichen Botschaft) komplett auf der Unterhaltungsschiene liegt und hier auch einwandfrei funktioniert.
Das wissenschaftliche Thema als auch die millionenfachen Todesfälle hätte der Autor bestimmt auch zu einem apokalyptischen Roman mit weit über 1.000 Seiten ausbauen können – stellt sich dabei aber die Frage, ob das notwendig wäre. Lebensnacht ist jedenfalls ein sehr guter und rasant erzählter Thriller mit interessant dargelegten Protagonisten und sorgt uneingeschränkt für einige Stunden gute Unterhaltung. Ich denke, das ist auch der Anspruch dieses Werkes. Falls ja, erfüllt es diesen auch problemlos.
Jürgen Seibold/26.08.2016
Lebensnacht: Roman – KAUFEN BEI AMAZON

BiomAlpha 1 – Die Ankunft

biomalphaAutoren und ©:
Uwe Post, Frank Lauenroth, Niklas Peinecke, Frederic Brake, Merlin Thomas, Uwe Hermann und Christian Weis

BoD – Books on Demand, Norderstedt
ISBN 978-3-7412-3831-4
ca. 346 Seiten / 9,99€

COVER:

Im Jahr 2025 entdecken die gefeuerte NASA-Mitarbeiterin Dr. April Reignar und der Hobbyastronom Jimmy MacPeale, was Ufologen schon immer wussten: Wir sind nicht allein!

Ein riesiger Schwarm von Flugobjekten nähert sich der Erde. Fieberhaft versuchen sich Regierungsvertreter wie Ufo-Jünger auf den Erstkontakt vorzubereiten, während die Aliens bereits in verschiedenen Regionen der Erde landen.
Nicht alle kommen in Frieden!

Unabhängig voneinander fliegen zwei Menschengruppen auf Einladung der Besucher zu den Schwarm-Schiffen im Erdorbit. Vor ihnen tut sich eine biologische Wunderwelt auf.
Doch sehr schnell müssen sie erkennen, dass sie etwas Fremdem gegenüberstehen, dem sie kaum gewachsen sind. Schon bald gibt es erste Opfer…

Dieser Sammelband enthält die Episoden 1 bis 3 der Serie.

REZENSION:

Bei Biom Alpha handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit unterschiedlicher SF-Autoren, die hiermit eine Serie erschaffen haben, deren erste drei Folgen sich in diesem Sammelband befinden.
Wir befinden uns relativ nah in der Zukunft – im Jahre 2025 – und entdecken plötzlich, dass sich Flugobjekte auf dem Weg zur Erde befinden. Verschiedene Gruppen versuchen sich fieberhaft auf den Erstkontakt vor zu bereiten. Gleichzeitig landen schon einige Außerirdische auf unserem Planeten. Wie sich dabei recht schnell herausstellt, haben sich nicht alle davon mit rein friedlichen Absichten auf den Weg zu uns gemacht.
Nichts desto trotz fliegen zwei Menschengruppen auf Einladung zu den Schiffen im Orbit und entdecken eine für sie unglaubliche und sagenhafte Welt. Gänzlich andersartige Lebensformen als sie auf unserem Planeten gewohnt sind.
Biom Alpha: Die Ankunft lässt uns teilhaben an den ersten drei Folgen dieser in mehreren Folgen ausgerichteten Science-Fiction-Reihe. Mir persönlich stellt sich bei einem Konglomerat verschiedener Autoren immer wieder die Frage, wie so eine Zusammenarbeit sauber und eingängig von statten geht, ohne dabei zu unterschiedlich in der Schreibweise zu klingen oder gar den Faden zu verlieren.
Nun, die beteiligten Herren haben es jedenfalls geschafft, denn der gesamte Band klingt wie aus einem Guss. Die Geschichte selbst beginnt sehr verwirrend und ich fragte mich bereits nach einigen Seiten, ob ich mir dieses Werk denn wirklich antun soll. Irgendwie befindet man sich am Anfang in etwas unverständlichem, mit noch nicht nachvollziehbaren Figuren. Erfreulicherweise blieb ich aber dran und sobald sich die Geschichte den Erdlingen zuwendet, schafft man es auch, den Faden aufzunehmen und die anfänglichen Verwirrungen lösen sich auf. Im Nachhinein bin ich mir aber immer noch nicht ganz sicher, ob der Einstieg glücklich gewählt war, da er sicher etwas abschreckend wirkt – andererseits wirkt es dann im Laufe des Buches stimmiger und jeglicher Nebel im eigenen Verstand löst sich in Wohlgefallen auf.
Biom Alpha ist irgendwie anders als übliche SF-Romane. Sicher, der grundsätzliche Plot ist relativ typisch aufgebaut. Der Ideenreichtum und die in meinen Augen komplett neu entwickelten Spezies auf rein biologisch aufgebauter Basis ist sehr interessant und lässt einen lediglich staunen.
Die Story macht wirklich Spaß beim Lesen durch die Zusammenfügung dreier Bände hat man nach jeweils einem Drittel einen Cliffhanger für die nächste Episode – leider auch am Ende, da mir die Folgebände noch nicht vorliegen, ich aber gerne wissen möchte, wie es denn nun weitergeht.
Alles in allem ein sehr erfrischender und außerordentlich interessanter SF-Roman der mich rundum sehr gut unterhalten konnte.
Jürgen Seibold/15.09.2016
Biom Alpha: Die Ankunft – KAUFEN BEI AMAZON

FG000 – FILMGESCHICHTEN

Hier die Folge “Null” des neuen Podcasts FILMGESCHICHTEN zur Einstimmung:

Feedback bitte an filmgeschichten@hysterika.de

HYS071 – Urlaubsbücher und Filmgeschichten

die neue Podcastfolge: