Mai 052013
 

King_ReiseSplitter Verlag
© Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld 2012
© 2010, 2011 by Stephen King
© der deutschsprachigen Ausgabe 2012 by Panini Verlags GmbH, Stuttgart
ISBN 978-3-86869-526-7
ca. 176 Seiten / € 29,80

COVER:

“Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste… und der Revolvermann folgte ihm.!”

Dreißig Jahre lang hat Stephen King an der siebenbändigen Roman-Saga um den Dunklen Turm gearbeitet, die nach eigener Aussage sein Opus magnum darstellt. Nach der Vollendung verkündete er, nun alles geschrieben zu haben, was es für ihn zu erzählen gibt.

Aber die Figuren aus der von ihm geschaffenen phantastisch-apokalyptischen Mittwelt geben keine Ruhe. Die Geschichte um den Revolvermann Roland Deschain wird weitererzählt. In einer groß angelegten Graphic Novel wird der Weg des zunächst jungen Mannes nachgezeichnet, welche Freuden er erlebt hat, welche Abenteuer bestanden, welche Verluste erlitten, bis er zu dem unerbittlichen Rächer wurde, der alles der Suche nach dem Dunklen Turm unterordnet.

Stephen King hat sich mit den Meistern der Comic-Zunft zusammengetan, um ein grafisches Werk zu schaffen, das einzigartig ist. Mit den fünf Graphic Novels Der Dunkle Turm, Der lange Heimweg, Verrat, Der Untergang Gileads und Die Schlacht am Jericho Hill begann eine mehrbändige Serie, von der hiermit der sechste Band vorliegt: Die Reise beginnt.

“Lange Tage und angenehme Nächte …”

REZENSION:

Nach Schließen des fünften Bandes war mir nichts weiter möglich, als sogleich den sechsten Band voll Ehrfurcht zu öffnen. Abermals bin ich schlicht begeistert von diesen hochwertigen Sonderbänden, die durch und durch qualitativ wirken und jeweils am Ende auf den Schaffungsprozess eingehen. Somit befindet sich in diesen Graphic Novels nicht nur eine neue Facette der Geschichte um Roland, den Revolvermann, sondern auch zahlreiche Informationen über Personen, Hintergründe und Entstehungsgeschichten.
Davon abgesehen lässt die eigentliche Geschichte nichts zu wünschen übrig – sicher, die ein oder andere Umsetzung hätte man sich als Turm-Leser eventuell anders gewünscht, aber nichts desto trotz sind die Geschichten durchdacht und führen einen immer tiefer in den Sog des Dunklen Turms. Ich persönlich hoffe lediglich, dass diese Graphic Novells noch lange weitergeführt werden und uns somit irgendwann zu besagtem Turm führen – ich werde jedenfalls versuchen, daran teilzuhaben.
So, nun ab zum Regal und Band Nummer 7 geholt.
Jürgen Seibold/05.05.2013

 

Stephen King – Der Dunkle Turm 06: Die Reise beginnt KAUFEN BEI AMAZON

Mai 032013
 

Chapman_DuIchDie amerikanische Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel: “Dualed” bei Random House, New York
Aus dem Amerikanischen von Alexandra Baisch
© 2013 Elsie Chapman
Für die deutschsprachige Ausgabe: © 2013 Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-65329-6
ca. 332 Seiten

COVER:

West Grayer ist die letzte Überlebende ihrer Familie. Denn sie lebt in einer Zukunft, in der jeder Mensch einen Doppelgänger hat und nur einer von ihnen überleben darf. Sobald die Regierung ein Paar freigegeben hat, haben die Betroffenen einen Monat Zeit, ihr anderes Ich zu töten. Weigern sie sich, werden beide eliminiert.
In Wests Familie ist bisher jeder seinem Ebenbild zum Opfer gefallen. Seitdem arbeitet sie als Auftragskillerin, es sollte also eigentlich kein Problem sein, ihre Doppelgängerin auszuschalten. Doch als sie der Frau gegenübersteht, versagt Wests ansonsten so vorbildliche Zielsicherheit.
Erst als ihre Gegnerin ihre große Liebe Chord ins Visier nimmt, stellt West sich der Frage: Du oder Ich?

 

Du oder ich: Thriller KAUFEN BEI AMAZON

Mai 012013
 

Burkhardt_Seelentausch© 2013 Verlag Jürgen Wagner
Südwestbuch / SWB-Verlag, Stuttgart
ISBN 978-3-942661-55-3
ca. 292 Seiten / € 12,50

COVER:

Als Peter plötzlich von grauenvollen Visionen heimgesucht wird, kommt seine Freundin Maren einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das die beiden weit in die mörderische Vergangenheit des Großvaters, in geheimnisvolle finnische Wälder und auf den unheimlichen Grund ihrer Seele führt.

REZENSION:

Die Coverbeschreibung wird dem vorliegenden Buch wahrlich in keinster Weise gerecht. Hierdurch ist man ein wenig abgelenkt – liest man jedoch das Buch, ist man urplötzlich überrascht, einen Weg zu beschreiten, der von Belletristik über Thriller bis hin zu Horrorelementen führt.
In SEELENTAUSCH erleben wir die Geschichte Peters, der plötzlich von Visionen heimgesucht wird und dabei geistig in den Körper seines Großvaters schlüpft, um gewisse Erlebnisse im Kriegsgeschehen des zweiten Weltkrieges nahezu real wirkend mit zu erleben.
Nach und nach stellt sich heraus, dass hierbei ein wenig mehr dahinter steckt und die gesamte Familie Peters voll dunkler Geheimnisse steckt.
Durch seine Visionen geplagt öffnet sich für Peter eine Tür, die ihn zur Erkenntnis führt, dass sein Großvater gemeinsam mit seinem Freund während des Krieges einen Pakt mit einem Wesen eingegangen sind – dieser Pakt sollte zu einem Seelentausch führen und somit die beiden Kriegskameraden unsterblich machen.
Diese leicht “Mephistopheles-angehauchte” Geschichte ist durchweg eingängig und glaubwürdig erzählt. Absolut gelungen finde ich den Übergang von den momentanen Erlebnissen Peters in die damaligen Geschehnisse in seines Großvaters Körper – diesen Übergang kreierte der Autor jeweils innerhalb eines Kapitels, womit man durch dieses sanfte und dennoch plötzliche Hineintauchen in eine andere Zeit die Visionen ungebremst miterlebt. Diese Vorgehensweise lässt den Leser tief eintauchen in die Gefühlswelt Peters und man kann sich der gesamten Geschichte nicht mehr entziehen. Sicher, einige Elemente sind ein klein wenig vorhersehbar – aber dieser Gedanke taucht viel zu dezent auf, um dem Buch als Negativpunkt anlasten zu können. Martin S. Burkhardt kommt mit einer absolut gelungenen Idee auf den Markt und sorgt für eine wohlige Spannung, die sich langsam aber beständig steigert und trotz der dann folgenden Horrorelemente nicht einmal ein klein wenig an Glaubwürdigkeit verliert.
In meinen Augen ein absolut stimmiger Thriller-Horror-Roman, der nicht allzu blutig herüberkommt aber den Leser durchweg zu unterhalten weiß. Durch das langsame Integrieren des Horrors könnte SEELENTAUSCH auch ein perfektes Lesefutter für Neulinge dieses Genres sein.
Jürgen Seibold/01.05.2013

 

Seelentausch KAUFEN BEI AMAZON

Apr 032013
 

King_JerichoSplitter Verlag
© Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld 2011
© 2009, 2010 by Stephen King
© der deutschsprachigen Ausgabe 2011 by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-86869-012-5
ca. 224 Seiten / € 39,80

COVER:

“Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste… und der Revolvermann folgte ihm.!”

Dreißig Jahre lang hat Stephen King an der siebenbändigen Roman-Saga um den Dunklen Turm gearbeitet, die nach eigener Aussage sein Opus magnum darstellt. Nach der Vollendung verkündete er, nun alles geschrieben zu haben, was es für ihn zu erzählen gibt.

Aber die Figuren aus der von ihm geschaffenen phantastisch-apokalyptischen Mittwelt geben keine Ruhe. Die Geschichte um den Revolvermann Roland Deschain wird weitererzählt. In einer groß angelegten Graphic Novel wird der Weg des zunächst jungen Mannes nachgezeichnet, welche Freuden er erlebt hat, welche Abenteuer bestanden, welche Verluste erlitten, bis er zu dem unerbittlichen Rächer wurde, der alles der Suche nach dem Dunklen Turm unterordnet.

Stephen King hat sich mit den Meistern der Comic-Zunft zusammengetan, um ein grafisches Werk zu schaffen, das einzigartig ist. Mit den vier Graphic Novels Der Dunkle Turm, Der lange Heimweg, Verrat und Der Untergang Gileads begann eine mehrbändige Serie, von der hiermit der fünfte Band vorliegt: Die Schlacht am Jericho Hill

“Lange Tage und angenehme Nächte …”

REZENSION:

Die sehr hochwertig dargebotene Graphic Novel geht in die nächste Runde. Abermals ist jede Zeichnung für sich in der Lage als Kunstwerk zu funktionieren und man erkennt auf jeder Seite die Hingabe der beteiligten Personen – gleich, ob es sich um Zeichner oder Textlieferanten handelt. Ursprünglich war ich ein wenig besorgt, da hier eine Geschichte erfunden wird, die nur durch dezente Fetzen in des Schöpfers Epos auftauchen. Die ganze Sorge war jedoch absolut unbegründet, da die graphische Umsetzung und die Ideenvielfalt dem Epos um den Dunklen Turm lediglich eine weitere Facette hinzufügen, ohne diesem in kleinster Weise zu schaden.
Alles in allem ist auch Band 5 dieser vom Splitter Verlag liebevoll umgesetzten Sonderausgabe eine Perle in sich und somit bleibt einem nur noch der Griff zu Buch Nummer 6 und der Wunsch an lange Tage und angenehme Nächte…
Jürgen Seibold/03.04.2013

Stephen King – Der Dunkle Turm 05. Die Schlacht am Jericho Hill KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 292013
 

… und die anderen preisgekrönten SF-Kurzgeschichten des SFCD – Literaturpreises 1985 – 1998 und des Deutschen Science-Fiction-Preises 1999 – 2012

Boldt_Stille© dieser Ausgabe: August 2012
Die Herausgeber, die Autoren & p.machinery Michael Haitel
Verlag: p.machinery Michael Haitel
www.pmachinery.de
ISBN 978-3-942533-37-9
ca. 392 Seiten / 28,90 €

COVER:

1985 gab es ihn zum ersten Mal – den damals noch »SFCD-Literaturpreis« genannten Preis für den besten deutschsprachigen Science-Fiction-Roman und die beste deutschsprachige SF-Kurzgeschichte, die im Vorjahr erstmals veröffentlicht wurde. Heute heißt der Preis »Deutscher Science-Fiction-Preis«, kurz DSFP, und ist mit zwei Mal 1000 Euro der einzige dotierte SF-Preis im deutschsprachigen Raum.
Am Konzept hat sich in den Jahren wenig geändert: Ein Literaturpreiskomitee wechselnder Zusammensetzung liest die deutschsprachigen Erstveröffentlichungen eines Jahres, bewertet diese und findet am Ende den Preisträger des Jahres in den beiden auch heute noch relevanten Kategorien Roman und Kurzgeschichte. In manchen Jahren war die Liste der Nominierten lang, in anderen Jahren sehr kurz. Doch immer waren die Preisträger mit ihren Werken herausragend und überzeugend.

Ralf Boldt und Wolfgang Jeschke präsentieren in dieser außergewöhnlichen Sammlung die Preisträger der Sparte der SF-Kurzgeschichten im SFCD-Literaturpreis von 1985–1998 und im Deutschen Science-Fiction-Preis von 1999–2012:

1985: Thomas R. P. Mielke, Ein Mord im Weltraum
1986: Wolfgang Jeschke, Nekromanteion
1987: Reinmar Cunis, Vryheit do ik jo openbar
1988: Ernst Petz, Das liederlich-machend Liedermacher-Leben
1989: Rainer Erler, Der Käse
1990: Gert Prokop, Kasperle ist wieder da!
1991: Andreas Findig, Gödel geht
1992: Egon Eis, Das letzte Signal
1993: Norbert Stöbe, Zehn Punkte
1994: Wolfgang Jeschke, Schlechte Nachrichten aus dem Vatikan
1995: Andreas Fieberg, Der Fall des Astronauten
1996: Marcus Hammerschmitt, Die Sonde
1997: Michael Sauter, Der menschliche Faktor
1998: Andreas Eschbach, Die Wunder des Universums
1999: Michael Marrak, Die Stille nach dem Ton
2000: Michael Marrak, Wiedergänger
2001: Rainer Erler, Ein Plädoyer
2002: Michael K. Iwoleit, Wege ins Licht
2003: Arno Behrend, Small Talk
2004: Michael K. Iwoleit, Ich fürchte kein Unglück
2005: Karl Michael Armer, Die Asche des Paradieses
2006: Michael K. Iwoleit, Psyhack
2007: Marcus Hammerschmitt, Canea Null
2008: Frank W. Haubold, Heimkehr
2009: Karla Schmidt, Weg mit Stella Maris
2010: Matthias Falke, Boa Esperança
2011: Wolfgang Jeschke, Orte der Erinnerung
2012: Heidrun Jänchen, In der Freihandelszone

 

Die Stille nach dem Ton: und die anderen preisgekrönten SF-Kurzgeschichten des SFCD-Literaturpreises 1985-1998 und des Deutschen Science-Fiction-Preises 1999-2012 KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 292013
 

Olsen_WDDeutsche Erstausgabe 2013
© 2009 Jussi Adler-Olsen/J.P./Politikens Forlagshus A/S, Kopenhagen
Originaltitel: Washington dekretet
© 2013 der deutschsprachigen Ausgabe: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München
ISBN 978-3-423-28005-1
ca. 650 Seiten

COVER:

Als die Frau des amerikanischen Präsidenten Bruce Jansen und ihr ungeborenes Kind bei einem Anschlag kaltblütig ermordet werden, gerät der neu gewählte US-Präsident völlig aus dem Gleichgewicht. Er trifft zunehmend irrationale politische Entscheidungen, die schwerwiegende Folgen nach sich ziehen – sowohl für ihn als auch für die gesamte Bevölkerung der USA. Konkret geht es um ein Law-and-order-Programm, später als das “Washington-Dekret” bezeichnet, das das Land binnen kürzester Zeit in einen gefährlichen Ausnahmezustand bringt: Unruhen im Inneren verstören die Bevölkerung, die diplomatischen Verbindungen ins Ausland frieren ein. Ziel des Präsidenten ist es vorgeblich, Amerika zu einem friedlicheren Land zu machen – praktisch aber bedeutet das Washington-Dekret die Außerkraftsetzung der Verfassung, den Entzug zahlreicher Bürgerrechte, die Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit.

Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock – nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater des Mordes angeklagt und zum Tode verurteilt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Doggie zur meistgesuchten Frau der USA.
Mit Hilfe von Freunden versucht sie, ein perfides Komplott aufzudecken. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Kann Doggie ihren Vater vor der Hinrichtung und das ganze Land vor einem Bürgerkrieg bewahren?

REZENSION:

Jussi Adler-Olsen ist in erster Linie bekannt als Erfinder des Sonderdezernats Q, in dem sich ein sehr interessanten Polizeiteam um die Lösung von bereits abgelegten Fällen kümmert. Diese nun bereits mehrere Bände umfassende Reihe ist durchweg empfehlenswert und lässt einen nicht mehr los.
Das ein oder andere Mal verspürt Jussi Adler-Olsen jedoch auch manchmal die Notwendigkeit, Bücher zu einem gänzlich anderen Thema zu veröffentlichen. Er bleibt dabei dem Genre Thriller überwiegend treu und konnte dort etwa bei DAS ALPHABETHAUS in durchweg gelungener Manier beweisen, das er auch brillante Romane außerhalb der Q-Welt erschaffen kann.
Nun gibt es mit “Das Washington Dekret” einen erneuten Thriller des Autors, der als eigener Roman erzählt worden ist und somit nichts mit anderen seiner Werke gemein hat. Anfangs ist man dabei immer ein klein wenig enttäuscht, aber – wie bereits bei ALPHABETHAUS gezeigt – man weiß ja, dass Adler-Olsens Thriller eine überwiegend gelungene Unterhaltung darstellen.
Bei DAS WASHINGTON DEKRET befinden wir uns nun in den Vereinigten Staaten und begleiten dabei einen neuen Präsidenten, der durch Schicksalsschläge seine politischen Entscheidungen beeinflussen lässt und sich somit auf dem Weg befindet, aus den USA einen totalitären Staat zu machen.
Ein Großteil der durch Jussi Adler-Olsen dargelegten Möglichkeiten sind unerfreulicherweise seit den Anschlägen des 11. September 2001 durch Gesetze abgesichert und somit möglich. Dadurch bekommt die von Adler-Olsen erzählte Geschichte genug Tiefgang um problemlos als spannender Thriller zu funktionieren. Die Geschichte sorgt auch abermals für eine problemlose Unterhaltung des Lesers – leider ist sie in klein wenig zu stark vorhersehbar und somit verliert sie dadurch etwas.
Nichts desto trotz schafft es Olsen innerhalb der zweiten Hälfte des Buches den Leser ein wenig mehr an der Hand zu nehmen und zu überzeugen – und ab diesem Augenblick zieht er auch die Daumenschrauben stärker an und somit kommt doch noch genug Spannung auf, um den Leser mit ans Ende des Buches nicht zu verlieren.
Wäre das Werk etwas weniger vorhersehbar, wäre es erneut ein absoluter Tipp meinerseits. Wer ein gutes und nicht zu schwer erzähltes, spannendes Buch lesen möchte, ist jedenfalls gut bedient – ich persönlich halte aber sein “Das Alphabethaus” für spannender und seine Bücher um das Sonderdezernat Q für erhabenere Werke aus seiner Feder.
Jürgen Seibold/29.03.2013

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Mrz 242013
 

BielmannPaillasse-Gastspiel1. Auflage 2013
© by WOA Verlag, Zürich
www.woaverlag.ch
ISBN 978-3-9523657-7-9
ca. 120 Seiten / € 15,40

COVER:

«Diese Liste ist eine wahre Bibel für Einbrecher! Sie enthält für uns unbezahlbare Informationen. Sie sagt uns nämlich, zu welchem Zeitpunkt über 5000 Leute nicht zu Hause sind.»

Der Kleinkriminelle Big Bad Boy plant den grossen Coup. Während eines Eishockeyspiels des HC Freiburg Gottéron will er bei wohlhabenden Leuten einbrechen, die sich gerade im Eisstadion befinden. Helfen soll ihm dabei Fredi Egger, der ebenfalls mehr Geld brauchen könnte. Fredi ist allerdings selbst ein grosser Anhänger des Clubs und verpasst sonst unter keinen Umständen ein Heimspiel. Widerwillig macht er mit, doch schon in der ersten Wohnung warten die ersten Hindernisse auf die beiden, zum Beispiel eine Leiche.

REZENSION:

David Bielmann war mir bisher lediglich als Autor eines sehr melancholischen und nachdenklichen Buches bekannt. Gleichzeitig zeigte er aber auch mit “Flucht eines Toten” seine erzählerische Stärke.
Nun liegt mir ein weiteres Werk dieses Autoren vor: “Gastspiel”, welches lose an die von ihm unter dem Pseudonym Pierre Paillasse veröffentlichte Trilogie mit den Titeln “Nachspiel”, “Nachschuss” und “Nachruhm” anknüpft.
“Gastspiel” verkauft sich ein klein wenig als Krimi – ist aber irgendwie doch kein Krimi. In Krimis geschieht üblicherweise irgendetwas und irgendjemand ist auf der Suche nach den Tätern oder versucht einen Fall jeglicher Art zu lösen. “Gastspiel” handelt jedoch schlicht von zwei mehr oder weniger sympathischen Personen, die auf eine ziemlich dumme Räuberidee kommen.
Der eine von ihnen nennt sich Big Bad Boy, was schon beinahe für sich spricht, wenn man sich selbst so einen Namen gibt – da kann es mit einer tiefgründigen Gedankenwelt nicht weit her sein. Sein Kompagnon ist Fredi, seines Zeichens überzeugter Sozialhilfeempfänger und absoluter Eishockeyfan des HC Freiburg Gottéron..
Nun hat Big Bad Boy durch Zufall eine Liste gefunden, auf der sich die Adressen der Jahreskartenbesitzer dieses Vereins befinden. Daraufhin reift in ihm die irrsinnige Idee, einen Beutezug durchzuführen, sind doch die in dieser Liste genannten Personen während eines Heimspiels sicherlich im Stadion und somit die Häuser bereit, ausgeraubt zu werden.
Wie man bereits merkt, ist dieser Plan eher als dünn zu betrachten – nichts desto trotz gehen die beiden so vor.
David Bielmann schafft nun in lediglich etwa 120 Seiten einen durchweg komödiantischen Plot darzulegen, in dem die beiden Protagonisten von einer Panne in die nächste tapsen.
Schmunzelnd folgt man der Erzählung und leicht verärgert ob der Kürze muss man das Buch viel zu früh schließen. Eine durchweg gelungene, liebevoll erzählte und aberwitzige Geschichte um zwei irgendwie sympathische Protagonisten, deren Vorgehensweise und Tölpelhaftigkeit seinesgleichen sucht und irgendwie nach mehr verlangt. Ein sehr gelungenes und durch die durchweg interessante Geschichte beinahe zu kurzes Buch. Absolut empfehlenswert!
Jürgen Seibold/24.03.2013

 

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Mrz 232013
 

Schneider_Hoelle© 2012 by U-Line & Jörg Schneider
ISBN: 978-3-939239-32-1
www.u-line-verlag.de
ca. 220 Seiten / € 9,95

COVER:

Der Weg in die Hölle ist leichter als man gemeinhin denkt. Ein kleiner Fehltritt im Leben und schon wartet die ewige Verdammnis. Zumindest droht uns so die Kirche.
Jörg Schneider hat sich auf den Weg gemacht und noch nie gestellte Fragen ein für alle Mal beantwortet.

- Warum ist Gott kein Hippie?
- Dürfen evangelikale Christen Blitzableiter verwenden?
- Was hat es mit der Zahl des Antichristen auf sich?
- Warum musste ausgerechnet Charlton Heston die 10 Gebote entgegennehmen?
- Wohnt der Papst tatsächlich im Vakuum?
- Welchen Einfluss hat der Fleischverzehr an einem Freitag auf die Besetzungspolitik der Hölle?
- Wie fest darf man beim Steinigen werfen?

Dieses Buch klärt endlich die nebulösen Sachverhalte und zeigt Ihnen den mehrspurig ausgebauten Weg in das doppelt unterkellerte Glaubensgemäuer der kirchlichen Wahnvorstellung Hölle.
Aber Vorsicht, es besteht Einsturzgefahr.

REZENSION:

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welchen Veröffentlichungen die etwas “kleineren” Verlage so aufwarten. Man spürt hier regelrecht die Liebe an dem Geschriebenen und zugleich den Mut, etwas kontroversere Themen zu veröffentlichen.
Jörg Schneider ist ein Protagonist dieser Verlagsszene und veröffentlicht beim U-Line-Verlag ein Buch mit dem provokanten Titel “So komme ich in die Hölle”. Bereits beim Lesen des Untertitels “Ein Streifzug durch den Irrsinn der Religion”, erkennt man, dass es hier jemand mit einer oder mehreren großen und mächtigen Institutionen aufnehmen möchte. Wie sich zeigt, gelingt ihm das auch problemlos und gut durchdacht. Jörg Schneiders “So komme ich in die Hölle” ist eher ein Sachbuch denn eine leicht zu lesendes Irgendwas und wäre dieses Buch von einem anderen – vermeintlich “hochwertigeren” – Verlag, würde ich mir Sorgen machen, denn dann wäre der Inhalt zwar gut durchdacht, gut recherchiert aber staubtrocken dargelegt. Jörg Schneider wiederum hat gut recherchiert, gut darüber nachgedacht und schafft durch seine ironischen Sprenkel und seine leicht süffisante Art jederzeit die Kurve zu bekommen, bevor der Leser sich ein wenig verloren fühlen würde.
“So komme ich in die Hölle” nimmt es wahrlich mit jedem auf – natürlich insbesondere mit den Religionen und deren Inhalten. Somit ist das Buch eine “Ich-habs-schon-immer-gewusst-Anleitung” für alle Atheisten dieser Welt – gleichzeitig halte ich den Inhalt aber umfassend genug, um es auch “gläubigen” Menschen als Lektüre vorzuschlagen – ich denke, ein wenig über die Inhalte der eigenen Religion nachzudenken würde ja nicht schaden.
J.S. 23.03.2013

 

So komme ich in die Hölle: Ein Streifzug durch den Irrsinn der Religion KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 202013
 

ShadowsOfTheVampireFriedrich Wilhelm Murnau war während der Stummfilmära ein begnadeter Regisseur mit einer ganzen Reihe an Produktionen, die ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Regisseure dieser Zeit machten.
Ein Film davon ist “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens”, in der er das Buch von Bram Stoker “Dracula” verfilmt – jedoch aufgrund von Lizenzproblemen (gab es wohl schon damals) die Rollen umbenannt hatte.
Somit handelt es sich in dem Film um einen Vampir namens Graf Orlok.
“Shadows Of The Vampire” ist eine durchgängige Hommage an F.W.Murnau, den Film Nosferatu und auch an den Hauptdarsteller des Originals “Max Schreck”, der die Rolle des Vampirs übernahm.
Somit handelt “Shadow Of The Vampire” von den Dreharbeiten zu diesem Film – jedoch ist F.W. Murnau als absolut besessener Regisseur dargestellt und legt sehr viel Wert auf Authentizität. Bauern sind echte Bauern, etc. etc. und somit handelt es sich bei Graf Orlok auch um einen echten und leibhaftigen Vampir, mit dem der Regisseur Murnau einen Handel abgeschlossen hat, um am Ende zu einem authentisch und perfekt dargestellten Film zu gelangen.
“Shadow Of The Vampire” gelingt es ohne Mühe, die damaligen Dreharbeiten dar zu legen und gleichzeitig wirkt auch die Implementierung eines echten Vampirs schlüssig, nachvollziehbar und verstärkt sogleich das Schattenspiel und die Dramatik des Originals, vor dem sich dieser Film sichtlich verneigt.
Das einzige Problem bei “Shadow Of The Vampire” ist der Umstand, dass dieser Film ausschließlich wirkt, wenn man Ahnung von Dracula als auch – insbesondere – von dem Stummfilm “Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens” hat. Ohne diese Werke als Hintergrundinformation handelt es sich bei diesem Film lediglich um einen ganz netten Film ohne jegliche Spannung und greifbare Elemente – ist man jedoch befleckt von genanntem Hintergrundwissen, entsteht plötzlich eine erneute Symphonie, die durchweg glaubwürdig den Vampir, die Dreharbeiten und den Wahnsinn des Regisseurs darstellt.
Somit eine perfekte Hommage an die beiden Hauptwerke und ein gelungenes Bühnenstück für Kenner des Genres.
Die Schauspielerriege braucht sich übrigens nicht zu verstecken, spielt doch John Malkovich (F.W. Murnau) als auch Willem Dafoe (Max Schreck) bei diesem interessanten Film mit – bei der Produktion beteiligte sich Nicholas Cage. Hier gab es wohl einige hochwertige Namen, die sich einfach mal diesem Thema zuwenden wollten – als Blockbuster würde dieser Film durch die notwendige Kenntnis der Zuschauer nicht funktionieren.

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Mrz 132013
 

Episode 3 ist ab sofort über die üblichen Kanäle abrufbar:

Entweder über iTunes – einfach suchen nach dem Podcast “Hysterika – der Podcast” oder direkt über die eingerichtete Page http://hysterika.podcaster.de

Diesmal:
Wir sprachen mit Steffen Janssen, Gründer, Eigentümer, Inhaber, Chef vom Luzifer-Verlag – www.luzifer-verlag.de – über den Weg vom Autor bis zum Buch und allem, was dazu gehört. Was macht ein Verlag? Was macht einen Verlag aus? Was macht überhaupt ein Autor? Für was gibt es ein Urheberrecht? Hilft die Buchpreisbindung? … und natürlich noch vielem mehr!! Abermals länger als beim letzten Mal und somit viel interessanter.

Wir danken Steffen und wünschen Euch viel Spaß.

Mrz 082013
 

king_towerII© 1987 by Stephen King
ISBN 978-0-340-83224-0
New English Library Edition 1997
This Edition 2003
ca. 460 Seiten

COVER:

On his journey across the Mid-World to reach the Dark Tower, errant knight Roland of Gilead, the Last Gunslinger, encounters three doors – each leading to New York. Here he joins forces with the defiant Eddie Dean and courageous, volatile Odetta Holmes. And must confront deadly serial killer Jack Mort.

As the titanic forces gather, a savage struggle between underworld evil and otherworldly enemies threatens to bring an end to Roland’s quest for the Dark Tower …

Masterfully weaving dark fantasy and gritty realism. THE DRAWING OF THE THREE propels reades towards the next chapter.

And the Tower is closer…

REZENSION:

Nachdem sich Stephen King im ersten Band um den Revolvermann Roland noch sehr dezent verhält und den Leser lediglich ein klein wenig auf die Spur bringt, lässt er diesen nun im zweiten Band nicht mehr los und eröffnet voller Wucht den nächsten Schritt in Richtung Turm.
Ehrlich gesagt bin ich ein absoluter Freund des ersten Bandes, da dieser zwar recht kurz ist, jedoch den Leser direkt in die Welt Rolands katapultiert. Man spürt förmlich den Sand des Strandes, auf dem Roland tagelang wandelt und ganz nebenbei fühlt man die Gefahr kommen.
Allein das Palaver mit dem Mann in Schwarz ist bereits einen Genuss wert – aber hier soll es ja nicht um den ersten Band gehen.
In The Drawing Of The Three begegnet man Roland mit einem zeitlichen Versatz von einigen wenigen Stunden nach den Geschehnissen im ersten Band und somit ist man bereits erneut direkt im Geschehen.
In Band zwei macht sich der nun immer kränker wirkende Roland auf den Weg uns stösst dabei auf freistehende Türen, die in – für ihn – eine andere Welt führen. Roland findet sich dabei jedesmal im Körper eines Menschen einer anderen Zeit in einer für ihn absolut unglaublichen Umgebung: Zuerst in einem Flugzeug und danach jeweils in der nicht gerade klein zu nennenden Stadt New York. Dieser Trip führt ihn zu seinen zukünftigen Weggefährten und allein das Kennenlernen eines Eddie Dean ist eine Geschichte in sich, die einen ohne große Spannungselemente – mal vom dezenten Drogenkrieg abgesehen – an die Seiten fesselt.
Eddie Dean wird sicherlich jedem Leser an das Herz wachsen – genauso wie Wegbegleiter Nummer 2, Detta und Odetta Holmes. Mehr sei hier nicht gesagt, da ich mich sonst nicht mehr vor irgendwelchen Spoilern mehr zurückhalten kann.
The Drawing Of The Three ist jedenfalls ganz weit oben angesiedelt in der Reihe der absolut atemberaubenden Geschichte um den Dunklen Turm und kann somit nur empfohlen werden – was im übrigen für die gesamte Welt des Turms gültig ist und bleibt. In meinen Augen eine der besten epischen Geschichten aller Zeiten, die sich durch das Kennen des gesamten King-Kosmos sogar noch erheblich intensiver vor des Lesers Augen erschliesst.
Jürgen Seibold/08.03.2013

 

The Drawing of the Three: The Dark Tower KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 022013
 

Minier_SchmetterOriginaltitel: Glacé
Aus dem Französischen von Thorsten Schmidt
© der Originalausgabe 2011 by XO Editions
© der dt. Ausgabe 2012 by Droemer Verlag
ca. 733 Seiten
€ 9,99

COVER:

Ein abgeschiedenes Dorf in den französischen Pyrenäen, eingeschlossen von Schnee und Eis.
Eine geschlossene Anstalt, ein Wasserkraftwerk in 2000 Metern Höhe und ein hochintelligenter Psychopath mit einem teuflischen Plan. Ein verstörender Alptraum wird Realität…

REZENSION:

Ich muss zugeben, ich habe das Buch tatsächlich nur wegen der Namensgleichheit zu meinen Lieblingskünstler in die Hand genommen. Wenn mir der Titel nicht ins Auge gefallen wäre, hätte ich es wahrscheinlich nicht eines Blickes gewürdigt – und einiges verpasst.
Also erst mal: vielen Dank für den, für mich persönlich, sehr gut gewählten Titel ;-)
Wir haben hier eine zweiteilige Geschichte vorliegen.
Im einen Teil tritt die junge Psychologin Diane Berg im Institut Wargnier ihre Dienst an. Dieses Institut ist das einzige seiner Art und die Insassen desselben sind die gefährlichsten und hinterhältigsten Psychopathen der Welt. Diese werden im Institut in drei Gruppen eingeteilt. Wobei in die schlimmsten Gruppe der hochintelligente Julian Hirtmann eingeteilt wurde.
Das Institut wiederum gilt als das sicherste und technisch ausgefeilteste Insitut überhaupt und der einzige Weg für die Insassen ist hinein. Ein „heraus“ gibt es hier nicht.
Der zweite Teil der Geschichte handelt von Kommissar Servaz, der anfangs wegen eines sehr skurrilen Mordes in das gleiche Tal gerufen wird in dem das oben genannte Insitut liegt. Er hat es allerdings nur sehr kurz mit nur einem Mord zu tun. Dubioserweise ist an sämtlichen Tatorten die DNA Julian Hirtmanns zu finden, der vermeintliche Insasse des Instituts…

Bernard Minier gelingt es hier sehr viele Charaktere miteinander zu verbinden ohne das Gefühl zu geben einer Person weniger Zeit zu widmen oder weniger beschrieben zu lassen. Das vielzitierte „spannend bis zur letzten Seite“ ist hier definitiv nicht übertrieben. Auch wenn diese Buch unter Psychothriller gehandelt wird würde ich persönlich eher einen sehr spannenden Krimi daraus machen. Lesenswert und wärmstens zu empfehlen ist es dennoch. Vor allem mit einer Tasse Tee auf der Couch wenn es draussen schneit und dämmert ;-)
Für mich eines der besten Bücher das ich dieses Jahr gelesen habe!
Birgit Grunwald, 09.12.2012

 

Schwarzer Schmetterling: Psychothriller KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 022013
 

WEGBERG_KLasseISBN 978-3-499-21624-4
€ 8,99

COVER:

Siebzehn Leben hat Dominik bei einem Amoklauf in der Schule ausgelöscht – und am Ende auch sein eigenes verloren. Schuldgefühle, Trauer, Medienrummel und die Trennung seiner Eltern bringen Dominiks Bruder Jamie an seine Grenzen.
In Berlin muss er wieder bei Null anfangen und versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Nicht ganz einfach, wenn die eigene Familie in Trümmern liegt und man ständig Angst haben muss, als Bruder eines Massenmörders erkannt zu werden. Doch dann lernt er Kenji kennen, der Musikmachen genauso liebt wie Jamie und sogar eine eigene Band hat…

REZENSION:

Ist es ein Außenseiter zu sein, die Abgegrenztheit, die einen zu einem Amoklauf treibt? Die Aggression, die sich aus der Verzweiflung entwickelt nie irgendwo anzukommen oder angenommen zu werden? Oder letztlich der Hass Ziele verpeilt zu haben? Ziele im Leben, die man dadurch erreichen möchte, indem man Menschen zu Zielen macht und ihre Leben damit auslöscht.

Letztlich erreicht man dadurch meistens den eigenen Tod, ob Selbstmord oder von einem Sondereinsatzkommando niedergestreckt.

Und trotzdem bleibt ein Stück Unvergänglichkeit – denn keiner wird die Opfer so schnell vergessen und jeder der Angehörigen wird sich an den Täter erinnern, der ein zusätzliches Grab in den Medienberichten finden wird, sobald diese nicht mehr die Presse und das Fernsehen überfluten. Und wer kann schon von sich behaupten, sein Name sei archiviert?

Wie aber fühlt man sich als Bruder eines solchen Amokläufers? Wie ergeht es einem, wenn plötzlich alle über einen herfallen, als hätte man selbst die Waffe abgedrückt, mit der Freunde, Klassenkameraden, Schüler anderer Stufen und Lehrer verletzt oder getötet wurden?

Wie soll man es ertragen, wenn die eigenen Eltern sich ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt trennen?

Und wie soll man darauf reagieren, wenn die eigene Welt plötzlich zusammenbricht? Ein neues Leben aufbauen, während der Bruder das alte und zig andere beendet hat?

Aber wie?

Genau das muss Jamie im Roman „Klassenziel“ von T. A. Wegberg herausfinden.

Eine Suche nach Antworten auf nicht mehr zu beantwortende Fragen …

Dieser Thematik widmet sich das im Rowohlt Verlag erschienene Taschenbuch mit beeindruckender Sensibilität.
Dieses Buch kommt ohne ausschweifende Grausamkeit klar, ohne dabei die Brutalität zu verschleiern.

Erschienen ist es unter der ISBN 978-3-499-21624-4 für € 8.99 und wirklich lesenswert …

Miriam Stephanie Reese

Dezember 2012 

 

Klassenziel KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 022013
 

King_UntergangSplitter Verlag
© Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld 2011
© 2009, 2010 by Stephen King
© der deutschsprachigen Ausgabe 2011 by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-86869-015-6
ca. 240 Seiten / € 39,80

COVER:

“Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste… und der Revolvermann folgte ihm.!”

Dreißig Jahre lang hat Stephen King an der siebenbändigen Roman-Saga um den Dunklen Turm gearbeitet, die nach eigener Aussage sein Opus magnum darstellt. Nach der Vollendung verkündete er, nun alles geschrieben zu haben, was es für ihn zu erzählen gibt.

Aber die Figuren aus der von ihm geschaffenen phantastisch-apokalyptischen Mittwelt geben keine Ruhe. Die Geschichte um den Revolvermann Roland Deschain wird weitererzählt. In einer groß angelegten Graphic Novel wird der Weg des zunächst jungen Mannes nachgezeichnet, welche Freuden er erlebt hat, welche Abenteuer bestanden, welche Verluste erlitten, bis er zu dem unerbittlichen Rächer wurde, der alles der Suche nach dem Dunklen Turm unterordnet.

Stephen King hat sich mit den Meistern der Comic-Zunft zusammengetan, um ein grafisches Werk zu schaffen, das einzigartig ist. Mit den drei Graphic Novels Der Dunkle Turm, Der lange Heimweg und Verrat begann eine mehrbändige Serie, von der hiermit der vierte Band vorliegt: Der Untergang Gileads

“Lange Tage und angenehme Nächte …”

REZENSION:

Ebenso wie bereits die Vorgängerbände der Graphic Novels um den Revolvermann Roland Deschain, ist auch der vierte Band durch und durch – sowohl durch die Zeichnungen als auch der hochwertigen Ausgabe des Splitter Verlags – ohne jegliche Beanstandung. Hier stimmt neben der extra kreierten und durch den Meister freigegebenen Geschichte und dem grafischen Inhalt absolut alles und dadurch liegen einem hier Werke vor, welche man immer wieder aus dem Regal zieht, um einfach darin zu schmökern.
Inhaltlich erweitert sich durch diese Serie so ganz nebenbei der Kosmos um Roland Deschain und somit legt sich sein Weg vom jungen Revolvermann-Anwärter zum verbitterten Erwachsenen der sich auf die Suche nach besagtem Turm machen wird, vor des Lesers Augen dar und man ist jedes mal geneigt, sogleich die Romane von Stephen King aus dem Regal zu holen, um erneut in die Tiefen Mittwelts abzutauchen.
Einfach eine leidenschaftlich dargebotene, produzierte und gelungene Erzählung, die einen immer tiefer in den Sog der Geschichte im Dunstkreis des Dunklen Turmes führt.
Jürgen Seibold/02.03.2013

 

Der Dunkle Turm, Band 4: Der Untergang Gileads KAUFEN BEI AMAZON

Mrz 022013
 

King_VerratSplitter Verlag
© Splitter Verlag GmbH & Co. KG, Bielefeld 2010
© 2009 by Stephen King
© der deutschsprachigen Ausgabe 2010 by Wilhelm Heyne Verlag, München
ISBN 978-3-86869-014-9
ca. 240 Seiten / € 39,80

COVER:

“Der Mann in Schwarz floh durch die Wüste… und der Revolvermann folgte ihm.!”

Dreißig Jahre lang hat Stephen King an der siebenbändigen Roman-Saga um den Dunklen Turm gearbeitet, die nach eigener Aussage sein Opus magnum darstellt. Nach der Vollendung verkündete er, nun alles geschrieben zu haben, was es für ihn zu erzählen gibt.

Aber die Figuren aus der von ihm geschaffenen phantastisch-apokalyptischen Mittwelt geben keine Ruhe. Die Geschichte um den Revolvermann Roland Deschain wird weitererzählt. In einer groß angelegten Graphic Novel wird der Weg des zunächst jungen Mannes nachgezeichnet, welche Freuden er erlebt hat, welche Abenteuer bestanden, welche Verluste erlitten, bis er zu dem unerbittlichen Rächer wurde, der alles der Suche nach dem Dunklen Turm unterordnet.

Stephen King hat sich mit den Meistern der Comic-Zunft zusammengetan, um ein grafisches Werk zu schaffen, das einzigartig ist. Die Graphic Novels Der Dunkle Turm – Der Revolvermann und Der lange Heimweg bilden den Auftakt zu einer mehrbändigen Serie, von der hiermit der dritte Band vorliegt: Verrat

“Lange Tage und angenehme Nächte …”

REZENSION:

Die Graphic Novels um den Revolvermann Roland Deschain sind durchweg auf einem sehr hohen Niveau und jedes einzelne Bild könnte separat in einen Rahmen gesteckt und an die Wand gehängt werden – dermaßen viel Leidenschaft ist in die Produktion dieser Zeichnungen gelegt worden, dass man wirklich dies an jedem einzelnen Strich erkennen kann.
Der Splitter Verlag setzt dabei noch einen drauf und veröffentlicht jeweils einen Sonderband in dem sich jeweils mehrere Kapitel der Graphic Novelle befinden und im Anhang noch eine ganze Menge zusätzliches Material bzw. zusätzliche, tiefergehende Geschichten, Erklärungen rund um die Welt Rolands und dem Dunklen Turm.
Auch Band drei lässt abermals absolut nichts zu wünschen übrig und durch diese Erzählungen findet der Mythos um den Dunklen Turm eine glaubwürdige Erweiterung um die frühen Tage Rolands. Sollte kein Turm-Liebhaber darüber hinwegsehen!
Jürgen Seibold/02.03.2013

Der Dunkle Turm, Band 3: Verrat KAUFEN BEI AMAZON

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